Suedafrika.de

Promote Your Page Too

Sportausrüster setzt auf Fußball-WM in Südafrika

Der Sportausrüster Adidas setzt nach dem Krisenjahr 2009 auf die Fußball-WM in Südafrika. Nach dem deutlichen Gewinnrückgang 2009 kündigte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer an, „dass 2010 ein viel besseres Jahr sein wird.“ Adidas will die Begeisterung um die Fußball-WM nutzen und in der Fußball-Sparte den früheren Rekordumsatz toppen.

Europas führender Sportausrüster Adidas setzt nach dem Krisenjahr 2009 ganz auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. „Wir können heute mit Sicherheit sagen, dass 2010 ein viel besseres Jahr sein wird als das zurückliegende“, kündigte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer bei der Vorlage der Jahresbilanz am Mittwoch in Herzogenaurach an. Nach deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgängen 2009 soll nun der unterbrochene Wachstumskurs fortgesetzt werden. Dabei will Adidas die Begeisterung für die bevorstehende WM nutzen und in der Sparte Fußball den früheren Rekordumsatz von 1,3 Milliarden Euro toppen.

„Das Jahr 2009 war ohne Frage das schwierigste Jahr in meiner Zeit als Vorstandsvorsitzender“, sagte Hainer. Der Konzernumsatz sei um sechs Prozent auf 10,38 Milliarden Euro gesunken, der Nettogewinn habe um 62 Prozent auf 245 Millionen Euro abgenommen. Als Hauptgründe dafür führte der Adidas-Chef hohe Beschaffungskosten und Währungseffekte, aber auch gestiegene Marketingaufwendungen und den anhaltenden Wettbewerbsdruck an.

 

Den Gewinnrückgang bekommen auch die Aktionäre zu spüren: Der Hauptversammlung am 6. Mai soll eine von bisher 50 Cent auf 35 Cent je Aktie verringerte Dividende vorgeschlagen werden.

Das schon Ende 2008 eingeführte Sparprogramm, das neben einem Einstellungsstopp auch Umstrukturierungen vorsah, sei inzwischen abgeschlossen. „Wir werden aber natürlich weiterhin auf die Kosten achten, sei es bei Einstellungen oder Reisekosten“, sagte Hainer.

„Nehmen aus 2009 gehörige Portion neuen Optimismus mit“

Im laufenden Jahr setzt Adidas neben der Fußball-WM vor allem auf seine Lifestylelinie Adidas Originals und Reebok als Wachstumsmotoren. So habe die US-Tochter zwar 2009 erneut rote Zahlen geschrieben. Hainer ist aber zuversichtlich, dass sich dies schon im laufenden Jahr ändern wird. Dazu beitragen sollen zwei neue Schuh-Produktlinien sowie eine Kollektion unter Federführung des italienischen Modeschöpfers Giorgio Armani. „Dass sich ein Mann wie er mit Reebok zusammentut, ist bemerkenswert“, sagte Hainer. Es zeige, dass Armani an die Marke glaube. „Das macht uns stolz.“

 

Stark gefragt seien auch die sogenannten Adidas Originals, wieder aufgelegte Produkte aus den ersten Jahren des Unternehmens. All dies zusammen solle dazu beitragen, den Konzernumsatz 2010 im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich wachsen zu lassen. Beim Nettogewinn sieht Hainer einen Anstieg auf 400 bis 450 Millionen Euro.

 

„Wir nehmen aus den bestandenen Herausforderungen des Jahres 2009 eine gehörige Portion neuen Optimismus mit“, sagte der Adidas-Chef. Er sei davon überzeugt, dass alle Marken gut aufgestellt seien und von der leichten Erholung des Konsumumfeldes profitieren können. „Wenn ich mich heute im Markt umschaue, sehe ich kein anderes Unternehmen mit einer derart überzeugenden Produkt-Pipeline“, sagte er.