Port Elizabeth Special
Die fünftgrößte Stadt Südafrikas ist Port Elizabeth. Mit über 700.000 Einwohnern liegt die Metropole am Ostkap im Süden des afrikanischen Landes direkt am Indischen Ozean. Von den Einwohnern wird sie liebevoll „The Windy City“ genannt, was übersetzt soviel wie „die windige Stadt“ bedeutet. Verkehrstechnisch ist Port Elizabeth gut vernetzt. Mit dem Auto erreicht man die Hafenstadt über die Nationalstraße N2, die einerseits nach Kapstadt und andererseits nach Durban führt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Eisenbahnverbindungen zum Beispiel nach Johannisburg, Bloemfontein und zu weiteren südafrikanischen Städten. Auch der weltberühmte Blue Train hält in Port Elizabeth. Außerdem gibt es spezielle Vorstadtzüge, die eine Verbindung in das Umland der Hafenstadt ermöglichen.
Die Geschichte Port Elizabeths begann Ende des 15. Jahrhunderts als der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz ein Steinkreuz an Land aufstellte, welches man heutzutage in einem Museum von Johannesburg besichtigen kann. Ursprünglich war die Gegend um die Hafenstadt vom Volk der Khoi Khoi bewohnt, die dort vor allen Dingen Weidewirtschaft betrieben. Zur Zeit der großen Seefahrt von Europa nach Indien diente Port Elizabeth als Versorgungsstation. Die Seeleute konnten sich für die Weiterfahrt mit Wasser, Nahrung und Holz eindecken.
Auch heute ist insbesondere der Hafen von Port Elizabeth das wirtschaftliche Zentrum der gesamten Region. In der näheren Umgebung befinden sich unter anderem die Werkstätten vom Volkswagenkonzern, der über 6500 Beschäftigte zählt. Auch General Motors, Ford und Continental sowie anderer Hersteller und Zulieferer aus der Automobilbranche haben sich am Ostkap angesiedelt. Dadurch wird Port Elizabeth gerne das „Detroit Südafrikas“ genannt. Neben der gut vertretenen Automobilindustrie befinden sich auch etliche Webereien in der Stadt am Ostkap.
Wer weder mit dem Zug noch mit dem Auto nach Port Elizabeth reisen möchte, kann per Flugzeug auf dem Port Elizabeth Airport landen. Der Flughafen wurde erst 2004 modernisiert und befördert jährlich bis zu zwei Millionen Passagiere. Angeflogen werden ausschließlich südafrikanische Ziele. Reisende, die ins Ausland möchten, müssen dann in Johannesburg oder Kapstadt umsteigen. Die Hauptfluggesellschaft des Airports ist South African Airways.
Port Elizabeth bietet Touristen viele Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote. Insbesondere Wassersportfans kommen bei einem Besuch der Stadt voll auf ihre Kosten. Kulturfreunden wird eine umfassende Stadtbesichtigung empfohlen. Sehenswert ist zum Beispiel der 1923 errichtete Glockenturm „Settlers’ Memorial Campanile“, der an die Landung der ersten Siedler im Jahre 1820 erinnern soll. Der Turm ist 53,5 Meter hoch und hat in der Spitze eine kleine Aussichtsplattform. Im „Jewish Pioneer’s Memorial Museum“ erhalten Besucher einen Einblick in das Leben der jüdischen Stadtbewohner. Außerdem sollten auch der Market Square und die City Hall bei einer Stadtbesichtigung nicht fehlen. Tierliebhaber können einen Abstecher in das Ozeanarium machen. Dort gibt es ein Reptilienhaus sowie regelmäßige naturwissenschaftliche Ausstellungen.
Spaß und Spannung erleben Touristen in der Freizeitanlage „The Boardwalk Casino & Entertainment World“. Das Casino bietet die klassischen Spielautomaten, aber auch diverse Tische mit Roulette, Blackjack oder Poker. In der Anlage gibt es mehrere Restaurants, ein Kino und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten. Für Kinder bietet die Einrichtung Videospiele, Karusselle und einen Minigolfplatz.
Natürlich hat Port Elizabeth auch schöne Strandabschnitte zu bieten. Hervorzuheben ist hier der beliebte Humswood Beach, der außerhalb des städtischen Zentrums liegt. Familien können hier entspannt und ungestört verweilen. Für Kinder gibt es sogar extra eingerichtete Süßwasserbecken. Wer sportliche Abwechslung sucht, kann die örtlichen Surfmöglichkeiten nutzen.
Eine Sehenswürdigkeit für Fußballfans ist sicherlich das Nelson-Mandela-Bay-Stadion, das anlässlich der Weltmeisterschaft 2010 gebaut wurde. Die spezielle Dachkonstruktion wurde von dem deutschen Ingenieursbüro Schlaich, Bergermann und Partner in Stuttgart geplant. Die Bedachung trägt den Spitznamen „Die Sonnenblume“. Benannt wurde das Stadion nach Nelson Mandela, dem ersten schwarzen Präsidenten des Landes und früheren Anti-Apartheid-Kämpfer Südafrikas.
Die Erinnerungen der deutschen Nationalmannschaft an das Nelson-Mandela-Bay-Stadion während der WM 2010 sind durchwachsen. In der Vorrunde gab es eine bittere 0:1 Niederlage gegen Serbien. Milan Jovanović erzielte damals das einzige Tor. Besser machte es die Nationalmannschaft im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay. Mit einem 3:2 Erfolg sicherten sich die Spieler um Mesut Özil und Thomas Müller die Bronzemedaille. Wer sich die Tore und Emotionen während der beiden Spiele noch einmal anschauen möchte, klickt unten auf die eingebetteten Videos.
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