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Mit über 600.000 Einwohnern ist Bloemfontein die sechsgrößte Stadt Südafrikas. Sie befindet sich in der Mitte des Landes und stellt sowohl für Einheimische als auch für Touristen einen wichtigen Verbindungsknoten zu anderen Großstädten in Südafrika dar. Es gibt zum Beispiel Bahnverbindungen Richtung Johannisburg im Norden oder Richtung Kapstadt im Süden. Ein nationaler Flughafen liegt etwa 20 Kilometer außerhalb Bloemfonteins und bietet Flüge nach Durban und in weitere südafrikanische Metropolen an.

Für viele Touristen ist eine mehrtägige Safaritour im berühmten Krüger-Nationalpark das absolute Highlight ihrer Südafrikareise. Der jährliche Besucherandrang ist enorm. Mehr als eine Million Safarifans kommen jedes Jahr in den Nationalpark. Die Begeisterung ist aber auch absolut verständlich, denn die Tiervielfalt im südafrikanischen Wildpark ist phänomenal. Neben den etwa 140 verschiedenen Säugetierarten, können die Besucher auch mehr als hundert unterschiedliche Vögelarten und viele ausgefalle Reptiliengattungen bewundern.

Südafrika hat neben traumhaften Stränden, abenteuerlichen Safaris und faszinierenden Menschen auch archäologisch jede Menge zu bieten. Hervorzuheben ist dabei vor allen Dingen die Region Gauteng rund 50 Kilometer nordwestlich von Johannesburg. Als „Wiege der Menschheit“ bezeichnet, steht das etwa 25.000 Hektar große Gebiet für den Ursprung unserer modernen Zivilisation.

Erstklassige Hotels, Hubschrauberrundflüge, ein legendärer Wasserpark und eine der größten Krokodilfarmen des Landes: Das Sun City Resort im Norden Südafrikas bietet jede Menge Spaß und Unterhaltung. Das Freizeitgelände befindet sich in der Nordwest-Provinz etwa zwei Autofahrstunden von der Hauptstadt Pretoria entfernt. Als malariafrei geltendes Gebiet ist der Erlebniskomplex insbesondere bei Touristen sehr beliebt. Die Nähe zu einer unberührten Naturlandschaft mit vielen einheimischen Tieren unterstreicht die Attraktivität der Sun City zusätzlich.

Ein beliebter Touristenspot in Südafrika ist der Blyde River Canyon. Die 26 Kilometer lange Schlucht ist bis zu 800 Meter tief und besteht größtenteils aus rotem Sandstein. Das felsige Naturwunder liegt nordöstlich von Johannesburg auf dem Weg zum Krüger Nationalpark. Der Name „Blyde River Canyon“ bezieht sich dabei auf den Fluss „Blyde River“, der sich durch die spektakuläre Gebirgswelt schlängelt.

Ein Reisebericht von Erwin Göstl:

Wenn alles funktioniert, ist die Wild Card von Sanparks – der südafrikanischen Nationalparkverwaltung – eine feine Sache. Man berappt einmal im Jahr einen festen Betrag und hat damit die so genannte Conservation Fee, die Eintrittsgebühr für die südafrikanischen Nationalparks, vom Tag der Ausstellung an gerechnet, für ein Jahr bezahlt. Damals, Mitte Oktober 2010 waren das umgerechnet etwa 120 Euro. Soweit zur Theorie und zu der bis dahin gängigen Praxis. Als ich das begehrte Stück für meine Gäste am Flughafen in Kapstadt abholen wollte, musste ich zu meinem Erstaunen feststellen, dass Sanparks ganz kurzfristig den Vertrag mit der Gesellschaft gekündigt hat, welche die Karten herstellt und vertreibt. Für heute ist ohnehin keine Fahrt in einen Nationalpark geplant und so werden wir das Problem eben in den nächsten Tagen lösen.

Ein Reisebericht von Erwin Göstl:

Es ist der 24. Oktober 2010, ein strahlend blauer Morgen, wenngleich ein kühler Wind von der False Bay her ins Tal des Lourens River weht. Als ich um halb sieben Uhr morgens den Frühstücksraum des Cape Khamai Gästehauses erreiche, stelle ich zu meinem Erstaunen fest, dass meine Mitreisenden schon vollzählig versammelt sind. Hervorragend sind das Frühstück und auch die Tatsache, dass wir den Tag besser einteilen können, wenn wir uns nicht all zu spät auf den Weg machen. Im Cape Khamai werfe ich noch einen Blick auf Kurts Computer, der mir die Webcam an der Bergstation der Tafelberg-Seilbahn zeigt – perfekt. Hier ein Tipp, den ich gerne an Kapstadtbesucher weiter gebe: Egal wie viele Tage Sie bei Ihrer Südafrikatour für Kapstadt eingeplant haben und auch unabhängig davon, ob Sie den Tafelberg zu Fuß oder mit der Seilbahn erklimmen wollen – egal ob Sommer oder Winter – wenn die Verhältnisse gut sind, verlieren Sie keine Zeit!

Ein Reisebericht von Erwin Göstl:

Das „Dubliner“ ist ein altehrwürdiges Pub mit hohen Räumen in der Long Street, der Seelenachse der City Bowl – der Innenstadt von Kapstadt. Einige meiner Mitwanderer haben das Frühschoppen mit ein paar Tütchen Crisp Chips ergänzt. Und das, obwohl ich allen gesagt habe, dass sie die albernen Chips sein lassen sollen, weil es hier in der Gegend sehr viel bessere Leckereien zu kaufen gibt. Außerdem war es ohnehin an der Zeit, los zu marschieren, denn schließlich wollten wir heute noch etwas sehen. Die Long Street gehen wir ein paar hundert Meter weiter in Richtung Strand Street und dann in die Longmarket Street nach rechts hinunter bis zum Greenmarket Square.

In dem Gewirr der kleinen Gassen mit Verkaufsständen, Straßencafés, Eisdielen, Künstlern und Artisten treffen wir unter anderem auf den „Eiermann“ und noch andere skurrile Erscheinungen. An der Grand Parade, dem Großen Platz vor der City Hall, kaufe ich mir an einem der Verkaufsstände eine Tüte Samosas, ein typisch malaiisches Gebäck mit einer herzhaft gewürzten Füllung aus Hackfleisch. Genau dafür hatte ich mir nämlich im „Dubliner“ die Crisps verkniffen. Und jetzt geschieht genau das, was ich vor einer Dreiviertelstunde im „Dubliner“ vorausgeahnt hatte. Meine Mitwanderer, gesättigt von den Chips, haben alle längst keinen Hunger mehr. So ist es auch ganz logisch, dass es sich keinesfalls lohnen würde, für sich selbst ein Tütchen Samosas zu kaufen. Nur kosten wollen sie – nur einen – dafür aber jeder einen. Letztendlich bleibt mir selbst auch nur noch einer übrig... sei’s drum.

Ein Reisebericht von Erwin Göstl:

Vom Company’s Garden aus machen wir uns auf den Weg zurück zu unserem Auto. Zwischen dem Planetarium und dem italienischen Generalkonsulat hindurch erreichen wir am „Türkischen Dampfbad“ wieder die Long Street, die wir bis zu unserem Prominentenparkplatz entlang schlendern. Hinein ins Auto und Abfahrt in Richtung V&A Waterfront. Allgemeine Übereinstimmung aller Mitreisenden: Wir haben uns mittlerweile etwas zu Essen verdient – denn schließlich sind wir schon seit dem Frühstück unterwegs und wären fast sogar auch noch zu Fuß auf den Tafelberg hochgelatscht.

Es gibt viele Wege, von Deutschland nach Südafrika zu reisen. Man kann von Hamburg aus eine mehrtägige Schiffstour unternehmen. Man kann auch mit dem Auto zur Meerenge von Gibraltar fahren, nach Marokko übersetzen und von dort aus den afrikanischen Kontinent durchqueren. Am einfachsten und sichersten ist aber wohl die Hinreise mit dem Flugzeug. Der Weg von zu Hause führt bequem zum nächstgelegenen internationalen Flughafen und von dort aus mit oder ohne Zwischenstopp nach Johannesburg oder Kapstadt. Direktflüge sind natürlich am angenehmsten und dauern von Deutschland aus zwischen elf und zwölf Stunden.